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Bei einer Kooperation handelt es sich um eine durch wirtschaftliche Ziele motivierte, vertraglich geregelte Zusammenarbeit rechtlich selbstständiger Unternehmen, bei der die Selbstständigkeit lediglich in den Bereichen eingeschränkt wird, in denen sie gemeinsam agieren (Picot, Reichwald & Wigand 2003, S. 304; Bea 2004, S. 402).
Die Kooperation kann zum Beispiel im gemeinsamen Einkauf, in der gemeinsamen Nutzung zentraler Dienstleistungen (Buchhaltung, EDV) und in einem gemeinsamen Marktauftritt realisiert werden. Im Vergleich zur Integration (Fusion oder Konzern) ist bei der Kooperation der Unternehmenszusammenschluß neben dieser Beschränkung auch durch eine geringere Bindungsintensität gekennzeichnet, die schon dadurch gegeben ist, daß Kooperationsverträge in der Regel auf Zeit abgeschlossen werden.
Primäres Ziel von Kooperationen ist die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Nutzung von Synergien. Synergien sind positive Wirkungen, die aus dem Zusammenschluß bisher getrennter Bereiche entstehen, gut zu veranschaulichen mit dem von Ansoff geprägten Ausdruck „2 + 2 = 5" (u.a. Wildemann 2003, S. 596 f.). Sie basieren auf der Nutzung von Kernkompetenzen, der Realisierung von economies of scale (Skalenerträge aufgrund von wachsenden Ausbringungsmengen pro Zeiteinheit), economies of scope (Verbundvorteile wie Kompetenz- und Wissenstransfer) sowie Markt- und Wettbewerbssynergien (Steigerung des Beschaffungsvolumens, der Angebots- oder Beschaffungsmacht; a.a.O., S. 597 ff.; Picot, Reichwald & Wigand 2003, S. 291).
Bei horizontalen Kooperationen arbeiten Unternehmen derselben Wertschöpfungsstufe zusammen. Bei vertikalen Kooperationen erfolgt die Zusammenarbeit von Unternehmen über mehrere Stufen der Wertschöpfungskette hinweg. In der Übersicht sind ausgewählte Kooperationsformen zusammengefaßt. Unternehmensverbände allgemein gehören jedoch - anders als dies in vielen betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern unterstellt wird - nicht zu den Kooperationen, weil mit dem Eintritt in einen Verband in keinem Bereich die wirtschaftliche Selbständigkeit zugunsten eines gemeinsamen Handelns aufgegeben wird (Mundt 2006, S. 487). ... (hs/jwm) |
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Literatur
- Bea, Franz X. 2004: Entscheidungen des Unternehmens. In: Ders.: Birgit Friedl & Marcell Schweitzer (Hrsg.): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Bd. 1: Grundfragen. Stuttgart: Lucius & Lucius/UTB, S. 311-420 (9. Aufl.)
- Cunill, Onofre M. 2006: The Growth Strategies of Hotel Chains. New York: The Haworth Hospitality Press
- Mundt, Jörn W. 2006: Tourismus. München, Wien: Oldenbourg (3. Aufl.)
- Picot, Arnold; Ralf Reichwald & Rolf T. Wigand 2003: Die grenzenlose Unternehmung. Wiesbaden: Gabler (5. Aufl.)
- Wildemann, Horst 2003: Programm zur Realisierung von Synergien nach Mergers & Acquisitions, Teil I. In: WiSt, 32. Jg., S. 596-602
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